DER MUSCHI®

Tati Steiner - DER MUSCHI®

Die Künstlerin

Tatjana Steiner, geb. 1965 in Siegen (Westf.),

begann nach einer Ausbildung zur Marktforschungsassistentin in Düsseldorf, 1990 Ihr Studium an der Kunstakademie „Städelschule“ in Frankfurt a.M.

Ihre Professoren während der 5-jährigen Ausbildung waren J. Immendorf, M. Kippenberger und T. Bayrle.

In dieser Zeit entwickelte sie ihre künstlerische Sensibilität und den spielerischen Umgang mit Erkenntnissen und Alltags-Konzepten.

Ihre Herangehensweise ist oft von Humor getragen und zeichnet sich durch Ihre Vorliebe aus, probeweise Umgestülptes nochmals auf den Kopf zu stellen.

Visuelle Konzepte entwickeln sich in Einheit von Sprache, Erinnerung und freier Assoziation. Sie bedient sich aus den „geöffneten Schubladen und Schließfächern“  im Kopf, ohne dabei auf feinsinnige und selbstkritische Überprüfung zu verzichten.

Kategorien und Disziplinen werden den Anforderungen angepasst. Sie versteht die Kunst in ihrer Vielfalt an Interventionsmöglichkeiten,  als unerschöpflich, ohne wahllos zu sein.

Nach der Heirat und Familiengründung in München, blieb sie Ihrer künstlerischen Praxis treu und schuf ein vielseitiges Werk, ohne als Künstlerin öffentlich in Erscheinung zu treten.

Im Jahre 2022 präsentierte sie zum ersten Mal eine umfangreiche Retrospektive im Kunstverein Montez, Frankfurt.

Tatjana Steiner zeigte sich mit  großformatigen Acrylen, gestrickten Objekten, Bilder-Serien, Installation und Zeichnungen, ausgeführt in einer beeindruckenden Buntstifttechnik.

Über 350 Exponate bespielten die gesamte Ausstellungsfläche des Kunstvereins.

Für das „Der Muschi-Projekt“ erhielt sie 2022 vom Freistaat Bayern das Stipendium „Junge Kunst und neue Wege“.

 

DER MUSCHI

Muschi sagt man nicht (mehr)!

Vielleicht denkt man „es“, falls die Selbstzensur zu überlisten war.  Aus dieser Enge des assoziativ Festgelegten wollte das Ursprungsbild herausführen und einmal mehr jeden zum „#-Ertappten“ machen.

So gesehen, ein sprachliches Problem, dass einer Konsenz-beflissenen Wahrnehmung am Rockzipfel hängt, die gerade von sich reden macht, durch immer strengere (gesellschaftliche) Gesetze, innere und äußere Begrenzungen.

Der Muschi metaphert einer Sprechblasen-Logik im besten Sinne nach, die den Blick eher in das Innere des Betrachters lenken will, um sich dort klug (gechillt) und neugierig, als streng und ahndend zu verankern.

Durch die 150-fache Reproduktion wurde der Ursprungsgedanke erweitert um die Frage, nach den künstlerischen (Arbeits-) Strategien und Ihrer Wertschätzung.

Die täglichen Routinen beim Muschi-malen holen den Kunstschaffenden schnell aus dem Elfenbeinturm angestrebter Originalität, direkt auf den Boden existentieller Überlegungen.

Dabei kann „Der Muschi“ vieles repräsentieren:

Einen Kontext, Blick, eine Eitelkeit, Duldung, Sehnsucht, Schwäche, Interaktion, überspielte Unsicherheit, ein Verhalten, Ungeschick, Arrangement, einen Schwindel oder Irrtum, Sturheit, Lipgloss, Cortisol.

Nie ohne Gefühl und der Neigung zur Sympathie!

Werde Teil des Projekts!

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